Wie ist das Dilute-Gen beim Labrador entstanden?
Laut der Recherche von Jack Vanderwyk, der 2015 den ersten anerkannten Artikel zu diesem Thema in den USA veröffentlichte, stammen alle Träger dieses Gens aus dem Labrador Kennel „Kellogg“ in den USA. Die Familie Kellogg züchtete seit den 1920er Jahren Labradore, die sie mit Pointern kreuzten und später auch einen Labrador/Weimaraner in die Zucht einfließen ließen. Über 40 Jahre experimentierten sie mit dieser Linie weiter bis sie in den frühen 1980er Jahren sogar in die Zuchtbücher des AKC (American Kennel Club) aufgenommen wurde. Aus heutiger Sicht war dies ein riesiger Fehler für die Gesundheit des Labradors, den der AKC inzwischen eingeräumt hat und versucht diesen durch strenge Zuchtauflagen zu relativieren.
Das bedeutet, dass die Deckpartner eines Wurfes genetisch untersucht werden müssen, ob sie ein ganzes intaktes Gen in sich tragen (D/D) oder ob eine Hälfte des Gens mutiert ist (D/d). Ein Labrador, der ein ganzes mutiertes Gen in sich trägt, hat die Kombination d/d und besitzt somit auch die verdünnte Fellfarbe.
Genetisch werden die beiden Genhälften unterschiedlich vererbt. Das intakte Gen ist dominant, das mutierte rezessiv.
Nehmt Euch die Zeit und schaut Euch gern dieses Video an!!!
Dr. med. vet. Patrick Hensel erklärt und beantwortet Fragen!!!






